Zweite Reise Tag 122: Jamila Al-Siyabi

Heute schlenderte ich durch die Hallen des Bait Al Zubair Museums und tauchte ein in die reiche Vielfalt der omanischen Kultur. Die Ausstellungsstücke erzählten Geschichten von Seefahrern und unerschrockenen Entdeckern, die dieses Land geprägt haben. Als ich die Konturen eines alten Khanjar skizzierte, wurde ich von einer neugierigen Zuschauerin angesprochen, Jamila Al-Siyabi. Jamila, eine lokale Kunststudentin, erzählte mir von ihrer Reise, auf der sie traditionelle omanische Kunstformen erkundete und dabei moderne Techniken integrierte. Ihre Leidenschaft für die Verschmelzung von Alt und Neu spiegelte die Essenz von Maskat wider, einer Stadt, die ihre reiche Geschichte mit rascher Modernisierung elegant in Einklang bringt.
Unser Gespräch schweifte von der Kunst zu den Feinheiten des omanischen Kaffees, den sie mir unbedingt vor meiner Abreise probieren lassen wollte. Ihre Herzlichkeit und die Atmosphäre des Museums gaben mir das Gefühl, tief mit diesem Ort verbunden zu sein, mehr als es jeder Reiseführer hätte vermitteln können. Heute ging es nicht nur darum, Kunst zu betrachten, sondern auch darum, den Puls von Muscat durch seine Menschen und ihre Geschichten zu spüren. Jamilas Hingabe an ihr Handwerk inspirierte mich und erinnerte mich daran, warum ich reise: um Kontakte zu knüpfen, zu lernen und mich von den Menschen inspirieren zu lassen, denen ich unterwegs begegne.