Erste Reise Tag 27: Zeitliche Schichten
Datum: 20. September 2023
Ort: Limassol, Zypern
Ein Spaziergang im Spätsommer durch die Ruinen von Amathus am Rande von Limassol, Zypern: sonnenbeschienenen Steinen über dem Mittelmeer, wo sich die Geschichte in Schichten sammelt und das Meer die alten Geschichten am Leben erhält.
Schichten der Zeit auf dem Hügel
Heute wanderte ich durch die antiken Ruinen von Amathus in Limassol. Das Gewicht der Geschichte lastete auf mir, als ich den Pfaden folgte, auf denen einst alte Zivilisationen gewandelt waren. Die Sonne warf lange Schatten der zerfallenden Säulen, und das Flüstern der Vergangenheit schien bei jedem Schritt widerzuhallen. Besonders faszinierten mich die Überreste der alten Tempel, und ich stellte mir die Zeremonien und Rituale vor, die dort einst stattfanden.
Ruhige Momente über dem Meer
Der Blick vom Hügel war atemberaubend: Das azurblaue Mittelmeer erstreckte sich bis ins Unendliche, und seine Wellen erzählten Geschichten von alten Seefahrern und Fabelwesen.
Salz und wilder Thymian in der Brise
Warmer Kalkstein, ein Hauch von Meersalz und der schwache Duft von Harz und Kräutern schienen die Luft zu erfüllen – einfache Noten, die die Ruinen lebendig erscheinen ließen.
Stille statt Skizzen
Ich nahm mir einen Moment Zeit, um die alten Ruinen vor dem Hintergrund der modernen Stadtlandschaft von Limassol zu skizzieren. Dann legte ich den Bleistift beiseite und lauschte einfach – die Stille zwischen den Linien war ebenso aufschlussreich wie die Striche selbst.
Eine Stadt im Einklang mit dem Meer
Der Kontrast war eine eindringliche Erinnerung an das Vergehen der Zeit und die Schichten der Geschichte, die aufeinander aufbauen. Als die Sonne unterging und die Ruinen in goldenes Licht tauchte, fühlte ich eine tiefe Verbindung zu diesem Land und seinen Geschichten. Der heutige Tag war ein Tag der Besinnung, des Verständnisses für die Vergänglichkeit des Lebens und die Ewigkeit von Kunst und Geschichten. Ich verließ Amathus mit schwerem Herzen, aber auch mit einem neuen Sinn für meine Aufgabe, inspiriert davon, die Essenz dieser antiken Stadt in meinen Kunstwerken festzuhalten.
Reiseaufzeichnungen
- Wetter: Klarer Himmel, 22–29 °C; helles, trockenes Licht mit langen Nachmittagsschatten; eine stetige Meeresbrise, die die Wärme von den Steinen wegträgt.
- Düfte: Meersalz auf sonnengewärmten Kalkstein; ein Hauch von wildem Thymian und Gestrüpp entlang der Hänge.
- Geräusche: Fernes Rauschen der Brandung, kreisende Möwen, Stille aus der Stadt unterhalb; leise Schritte auf Staub und zerbrochenem Marmor.
- Reflexion: Inmitten umgestürzter Säulen fühlte sich die Gegenwart hauchdünn an – Kunst als eine Möglichkeit, weiterhin auf das zu hören, was die Zeit hinterlässt.
Setzen Sie die Reise fort
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