Erste Reise Tag 25: Zeitliche Wandteppiche
Datum: 18. September 2023
Ort: Byblos, Libanon
Ich kam in Byblos, Libanon, einem alten Seehafen an, wo sich verschiedene Zivilisationen mit dem Licht des Mittelmeers vermischen. Inmitten von Steinen, die von Phöniziern, Römern und Kreuzrittern geformt wurden, entfaltete sich der Tag wie ein Palimpsest aus Erinnerungen und Gezeiten.
Spaziergang durch die Ruinen
Heute tauchte ich tief in das Herz von Byblos ein und erkundete die antike archäologische Stätte. Als ich durch die Ruinen ging, spürte ich das Gewicht von Jahrtausenden unter meinen Füßen. Die Überreste von Tempeln, Häusern und Befestigungsanlagen flüsterten Geschichten von phönizischen Händlern, römischen Eroberern und Kreuzrittern. Der Kontrast zwischen den alten Steinen und dem strahlend blauen Himmel war ein unvergesslicher Anblick.
Der L-förmige Tempel
Besonders fasziniert haben mich die Überreste des L-förmigen Tempels, der als eines der ältesten Bauwerke der Stadt gilt. Die abgenutzten Stufen, die verblassten Inschriften und die Säulen, die einst von Pracht zeugten, standen nun als stille Zeugen des Vergehens der Zeit da. Ich holte mein Skizzenbuch heraus und begann, die Essenz des Ortes einzufangen, indem ich meine Emotionen auf das Papier fließen ließ.
Geschichten mit Elias
Ein lokaler Reiseführer namens Elias kam auf mich zu und wir kamen ins Gespräch. Er erzählte mir Geschichten, die über Generationen weitergegeben wurden, Geschichten über Liebe, Krieg, Handel und Glauben. Ich war fasziniert von seinen Erzählungen, die mein Verständnis für diesen Ort um eine weitere Ebene bereicherten.
Sonnenuntergang über Byblos
Als die Sonne unterging und die Ruinen in goldenes Licht tauchte, saß ich auf einem Stein und dachte über den Tag nach. Byblos mit seiner reichen Geschichte hatte einen unauslöschlichen Eindruck in meiner Seele hinterlassen. Heute ging es nicht nur darum, eine historische Stätte zu besichtigen, sondern auch darum, eine Verbindung zur Vergangenheit herzustellen, den Fluss der Zivilisationen zu verstehen und meinen Platz im großen Ganzen zu finden.
Reiseaufzeichnungen
- Wetter: Klarer Himmel, Höchsttemperatur 29,3 °C / Tiefsttemperatur 24,2 °C; eine leichte Brise mit einer Geschwindigkeit von etwa 14,2 km/h trug die Kühle des Meeres durch die von der Sonne erwärmten Steine.
- Gerüche: Salzige Luft, vom Licht erwärmter Staub, ein Hauch von Thymian und Kaffee aus den nahegelegenen Straßen.
- Geräusche: Schritte auf Kies, Möwen, die über dem Hafen kreisen, leise arabische Gespräche, Elias' Stimme, die Erinnerungen in Stein webt.
- Reflexion: Die Zeit fühlte sich eher vielschichtig als linear an – jede Skizzenlinie ein Faden, der Vergangenheit und Gegenwart miteinander verband.
Setzen Sie die Reise fort
Wenn Sie noch etwas länger im Licht der libanesischen Küste verweilen möchten, schauen Sie sich die Reflexionen von gestern in Tripolisan oder besuchen Sie noch einmal einen früheren Moment in Beirut mit „Mosaik der Erinnerungen”.