Zweite Reise Tag 107: Marten Kuusk

Heute habe ich das Kumu Kunstmuseum in Tallinn besucht. Das Museum hat eine moderne Architektur und zeigt estnische Kunst aus der Sowjetzeit sowie zeitgenössische Werke. Das Museum bietet einen warmen Zufluchtsort vor der Außenluft.
Dort traf ich Marten Kuusk, einen lokalen Studenten, der Kunstgeschichte studiert. Er interessierte sich für die Kunst von Konrad Mägi und ihre Rolle für die estnische Identität. Marten erzählte mir mit seinen interessanten Ideen und seinem schüchternen Lächeln von seiner Großmutter, die während der sowjetischen Besatzung Familienerbstücke aufbewahrte. Einige davon waren Originalkunstwerke estnischer Meister. Dieses Gespräch half mir, die Kunst besser zu verstehen und machte sie für mich persönlicher.
Wir gingen in ein nahe gelegenes Café, um darüber zu sprechen, wie Politik die Kunst beeinflusst. Ich skizzierte einige Ideen für mein nächstes Gemälde, inspiriert von Martens Geschichten, dem Museum und der Art und Weise, wie Kunst und Geschichte in Tallinn miteinander verschmelzen. Diese Stadt hat viel Kultur zu bieten und hat mich wirklich beeindruckt.
Morgen werde ich im Kadriorg-Park skizzieren, um die natürliche Schönheit mit derselben emotionalen Tiefe einzufangen, die ich heute in der Kunst gesehen habe.