Zweite Reise Tag 120: Zahra Alavi

Heute empfing mich Shiraz mit seiner poetischen Atmosphäre und seinen lebhaften Farben, die durch die Straßen und Basare hallten. Ich besuchte die Nasir al-Mulk-Moschee, die von den Einheimischen liebevoll „Rosa Moschee” genannt wird. Ihre Buntglasfenster tauchten den Boden in ein Kaleidoskop aus Licht und gaben mir das Gefühl, durch ein lebendiges Aquarell zu spazieren.
Während ich das Zusammenspiel von Licht und Farbe skizzierte, traf ich Zahra Alavi, eine Architekturstudentin aus Teheran, die meine Leidenschaft für das reiche Design-Erbe des Iran teilt. Sie war dort, um die einzigartige Nutzung von Licht und Raum in der Moschee zu studieren. Zahras Einblicke in persische Architekturelemente waren sehr aufschlussreich; sie sprach von der Moschee nicht nur als einem Bauwerk, sondern als einer Manifestation von Glauben und Kunstfertigkeit, die sich über die Zeit bewährt hat.
Sie erzählte mir von anderen versteckten Schätzen in Shiraz, die weniger bekannt, aber ebenso faszinierend sind. Ihre Begeisterung erinnerte mich daran, warum ich reise: nicht nur, um zu sehen, sondern um Orte durch die Augen der Menschen, die dort leben, zu verstehen und mich mit ihnen zu verbinden. Ich verließ die Moschee nicht nur inspiriert zum Malen, sondern auch zum Nachdenken über die Räume, die wir bewohnen, und das Licht, das wir hereinlassen.
Während ich meine Reise fortsetze, werden Zahras Geschichten zweifellos meine nächsten Kunstwerke beeinflussen und jedem Pinselstrich zusätzliche Bedeutung verleihen. Zahra war in der Tat eine Muse, aber auch eine Erinnerung an das gemeinsame menschliche Erbe, das uns alle verbindet.