Vierte Reise Tag 6: Der Flug des Kolibris

San Blas fühlte sich wie eine Welt innerhalb einer Welt an. Ich verbrachte den Tag damit, durch die engen, verwinkelten Gassen zu schlendern, und hinter jeder Ecke erwartete mich etwas Unerwartetes – ein ruhiger Innenhof, ein verstecktes Wandgemälde an einer Treppe oder ein kleiner Laden voller handgefertigter Keramik. Die Sonne blinzelte durch die Wolken und wärmte die weißen Mauern und Terrakottadächer.
Ein Kunsthandwerksladen fiel mir ins Auge, gefüllt mit gewebten Textilien und handgeschnitzten Holzstücken. Ich unterhielt mich eine Weile mit der Ladenbesitzerin, einer Frau mit sanften Händen und einem sanften Lächeln. Sie erklärte mir die Bedeutung der geometrischen Muster, die in die Stoffe gewebt waren – jedes Symbol eine Geschichte, die über Generationen weitergegeben wurde.
Ich kaufte eine kleine Keramikschale, die mit einem einfachen Motiv eines fliegenden Kolibris bemalt war. Es fühlte sich richtig an, ein kleines Stück dieses Ortes mit mir zu nehmen.
Ich fand ein Café oben in der Nachbarschaft, mit einem Blick, der sich über die Dächer von Cusco erstreckte. Die Brise trug den schwachen Duft von Holzrauch mit sich, und ich machte ein paar Skizzen von der Szene, bevor die Sonne hinter den Hügeln unterging.
Der Tag fühlte sich leicht und gemächlich an, als wüssten die Straßen selbst, dass manche Dinge langsam genossen werden müssen.