Vierte Reise, Tag 64: Federn über dem Meer

Die Wanderung auf den Mount Royal war sowohl anspruchsvoll als auch lohnenswert. Der Weg war zwar stellenweise steil, aber von üppigem Grün gesäumt und mit bunten Wildblumen übersät. Mit jedem Schritt eröffneten sich neue Ausblicke – Einblicke in das azurblaue Meer, umrahmt von leuchtendem tropischem Laub.
Oben angekommen, war die Aussicht einfach atemberaubend. Die umliegenden Inseln lagen wie verstreute Juwelen im türkisfarbenen Wasser, ihre Umrisse wurden durch die dunstige Mittagssonne weich gezeichnet. Eine leichte Brise trug den Duft des Meeres herbei, ein erfrischender Kontrast zur Wärme der Wanderung. Ich saß auf einem glatten Felsen, was mir wie Stunden vorkam, skizzierte das Panorama und machte mir Notizen über das Spiel des Lichts auf Land und Meer.
Auf dem Abstieg hielt ich an einem schattigen Wäldchen, wo eine kleine Vogelfamilie zwischen den Ästen hin und her flatterte. Ihr leises Zwitschern untermalte die Szene mit einer beruhigenden Geräuschkulisse. Zurück am Ufer kühlte ich meine Füße im Wasser, und das rhythmische Plätschern der Wellen gab mir nach dem Aufstieg wieder Halt.
Die heutigen Erlebnisse gaben mir neue Ideen für die Schichtung von Texturen und Farben in meiner nächsten Collage. Die Harmonie der Elemente der Insel – Erde, Meer und Himmel – findet tiefen Widerhall in mir. Ich freue mich darauf, dies morgen in meinem Kunstwerk umzusetzen.